7 Gründe warum Tennis deine mentale Stärke fördert

Tennis ist ein mental äußerst anspruchsvoller Sport. Tennis wird im Kopf entschieden. Ich habe hier 7 Aspekte die dir aufzeigen warum das so ist. Lernst du auf dem Tennisplatz deine mentale Stärke auszuspielen, so profitierst du von den Erfahrungen auch in deinem Privat- und Berufsleben.

1. Du hast 70–80% der Spielzeit Pausen

Die Punkte beim Tennis sind meist recht kurz. Die Dauer eines Matchs jedoch oft recht lang. Dein Ziel ist es den Fokus deiner Aufmerksamkeit so zu lenken, dass du voll da bist, wenn es drauf ankommt. Ein stetiger Wechsel von Aktivierung und Entspannung. Rituale helfen dir dabei eine Routine zu entwickeln damit das quasi auf Knopfdruck funktioniert.

2. Du weißt nie, wie lange dein Match dauert.

Ein Tennismatch auf 2 Gewinnsätze kann nach weniger als 60 Minuten zu Ende sein. Es kann aber auch weit über 2 Stunden dauern. Sei dir bewusst, dass es dir höchstwahrscheinlich nicht gelingen wird immer zu 100%  da zu sein. Teile dir deine physischen und mentalen Kräfte ein. Hab Freude daran zu beobachten wann sich dein Körper oder Geist eine kleine Auszeit nimmt. Gleichzeitig darfst du dir deiner Selbst bewusst sein, dass es sich nur um einen Augenblick handelt. Deine bloße Wahrnehmungssteuerung wird dich wieder in Richtung deiner 100% bringen.

3. Du hast eine direkte Auseinandersetzung mit einem Gegner.

Einer meiner Lieblingssprüche ist “Du spielst immer nur so gut, wie es dein Gegner zulässt”. Passe dein Spiel an deinen Gegner an. Manchmal ist es sinnvoll druckvoll zu spielen, manchmal ist aber entscheidend ob du den Ball sicher ins Feld spielen kannst. Und zwar einmal öfter als deine Gegnerin. Letztlich ist es wie mit der Kommunikation und dem Sender / Empfänger Thema. Es kommt stark darauf an, wem du was sagst. Vermutlich musst du mit der einen Person den einen Weg und mit der nächsten Person den anderen Weg wählen, um zum Ziel zu kommen.

 

"Success is a journey. Not a desitnation."

Arthur Ash

4. Du gehst mit einer sehr hohen emotionalen Beanspruchung um. 

Die vorfreudige Nervosität vor einem Match macht deinen Körper und Geist bereit. Sie ist wichtig, damit du deine Leistung abrufen kannst. Wichtig ist, dass du es schaffst deine Nervosität abzulegen. Meist passiert das ganz automatisch nach den ersten paar Ballwechseln. Lenke deine Aufmerksamkeit auf deinen Atmen, um dich zu beruhigen oder zu aktivieren. Ein Zitterhändchen hilft schließlich nicht weiter. Vertraue auf dich und deine Fähigkeiten. Tennis ist nun mal ein Wechselbad der Gefühle. Machst du unnötige Fehler, ärgere dich nicht. Lenke deine Aufmerksamkeit einfach wieder zurück auf das Wesentliche. Nämlich den Ball ins Feld zu spielen und Tennis als wunderbaren Sport zu genießen.

5. Du musst meistens 5 Matches für einen Turniersieg gewinnen.

Tennisturniere werden meist im KO Modus gespielt. Das heißt du scheidest aus, wenn du einmal verlierst. Es gibt auch kein Unentschieden. Auch wenn ein Match über 3 Stunden geht und am Ende des Tages nur ein Punkt entscheidet. Es gibt nur einen Gewinner und einen Verlierer. Andrea Petkovic hat es ziemlich treffend formuliert: “Jeden Montag beginnt ein neues Turnier und fast jedes Mal endet es mit einer Niederlage. Ich bin seit 2007 Tennisprofi und habe sechs Turniertitel in der Tasche. Angelique Kerber zum Beispiel ist seit 2003 professionell auf der Tour dabei und hat elf Turniere gewonnen. Man muss kein großer Mathematiker sein, um auszurechnen, dass 90 Prozent der Wochen eines Tennisspielers oder einer Tennisspielerin ohne Sieg zu Ende gehen (okay, für Roger Federer gelten andere Gesetze, aber irgendwie scheint er aus einer anderen Welt zu kommen, deswegen zählt er nicht).Hier geht’s zum Original-Interview.

Im Übertragenen Sinne bedeutet das, dass man durch Tennis sehr gut lernt mit Niederlagen umzugehen. Ich empfehle dir, Erfolg für dich neu zu definieren. Bedeutet Erfolg oder Gewinnen nicht auch, ein tolles Spiel zu haben? 

"Das Geheimnis des Erfolgs ist anzufangen."

Mark Twain

6. Du gehst mit strittigen Entscheidungen des Gegners oder Schiedsrichters um.

Zugegebenermaßen kommen wohl nicht allzu viele Tennisspieler:innen in den Genuss ein Tennismatch mit Schiedsrichter:in zu bestreiten. Im Tennis bist du für deine Seite verantwortlich und deine Gegnerin für ihrer. Hast du es mit einer fairen Spieler:in zu tun, so werdet ihr bestimmt eine Lösung bei jeder knappen oder umstrittenen Entscheidung finden. Entweder ihr wiederholt den Ballwechsel, oder aber ihr einigt euch. Komplizierter wird es da schon, wenn deine Gegner:in unfair spielt. Sie hat leichtes Spiel. Wenn sie Schummeln möchte, kann sie das tun.  Wie im wahren Leben stellt sich nur die Frage ob sie das weiterbringt. Fest steht jedenfalls, dass unfaire Gegner:innen gefürchtet sind und alleine der Gedanke an eventuelle Fehlentscheidungen deine Performance und Konzentration unweigerlich beeinflussen werden. Stell dich also darauf ein, dass es zu engen Entscheidungen kommen wird und reagiere gelassen. Meist entscheidet nicht ein Punkt das ganze Match. Entscheidend kann aber sehr wohl dein Umgang mit dieser einen Entscheidung sein.

7. Du akzeptierst viele unvorhersehbare Ereignisse, die eintreten können (Unterbrechungen, Verspätungen,…)

Tennismatches werden nacheinander angesetzt. Das heißt, dass du nie wirklich weißt, wann dein Spiel startet. Das macht die Vorbereitung schwierig. Entspannt bleiben, ausreichend Trinken und zeitgerecht Essen, sich rechtzeitig aufwärmen und mental für das Spiel vorbereiten sind eine große Herausforderung. Schließlich kann ein Tennismatch auch mal gut und gerne über 2 Stunden dauern. Kaum hat das Match begonnen, fängt es an zu regnen. Dann muss das Spiel unterbrochen werden. Leider kann man Tennis unter freiem Himmel nicht bei Regen spielen. Die Verletzungsgefahr ist schlichtweg zu groß. Es heißt wieder warten. Die Konzentration nicht verlieren, dennoch entspannen. Bereit sein, wenn es doch plötzlich wieder los geht. Kaum bist du wieder am Platz kommt die Sonne raus, die steht mittlerweile so tief, dass du kaum etwas sehen kannst. Ein starker Wind weht auch noch. Alles äußere Umstände, die du nicht beeinflussen kannst, und du gut beraten bist, wenn du sie willkommen heißt. Fest steht, dass du sie nicht ändern kannst. Wohl aber deine Einstellung dazu kannst du ändern.

Wie du siehst ist Tennis manchmal eine Achterbahnfahrt der Gefühle, bei der es gilt deine Emotionen zu kontrollieren, deine Aufmerksamkeit zu fokussieren und deine positiven Gedanken zu manifestieren. Es ist und bleibt einfach der schönste Sport der Welt. Und wie wir wissen – es ist einfach so viel mehr als “nur” ein Sport.

Wenn du dich dazu austauschen möchtest, du Fragen hast, oder mich einfach kennenlernen möchtest, buch dir direkt einen Termin. Ich freu mich auf dich!

Sandra spielt Tennis

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